Archive

Archive for the ‘Arbeit’ Category

Klofotos: heute: Bundestag

Spieglein, Spieglein

Spieglein, Spieglein

ich musste um 6 Uhr morgens aufstehen, daher wohl der bescheidene Gesichtsausdruck. Dafür bin ich immer begeisterter von meinem schicken Businessanzug :P Und von der Bluse, die ich am Samstag für ca. 1,76 Euro im Kleidermarkt erstand, sowieso.

Aktenablage

Aktenablage

Neben dem Waschbecken befindet sich tatsächlich eine Aktenablage. Sehr clever gemacht.

update: re:publica 2010

Nachdem ich mein Smartphon erfolgreich bezwungen habe gibts nun auch endlich Fotos zu sehen.

re:publica-Devotionalien

re:publica-Devotionalien

238

Das obligatorische Klofoto

Das obligatorische Klofoto

Kalkscheune morgens um neun

Kalkscheune morgens um neun

Kunstwerke von @annalena

Kunstwerke von @annalena

kalkscheune nachmittags um drei

kalkscheune nachmittags um drei

4 Tage Kalkscheune oder re:publica10

Von Dienstag bis Samstag Abend verbrachte ich sehr viel Zeit zwischen Kalkscheune und Friedrichsstadtpalast. Meine erste re:publica – und das gleich noch als ehrenamtliche Helferin.

Das Abendteuer begann am Dienstagabend, als ich mich zum offiziellen HelferInnentreffen in der Kalkscheune einfand.
Was folgte waren 4 Tage und Nächte, in denen ich viel zu wenig schlief, mich überwiegend von ColaLight und Brezeln ernährte und meinen Lebensmittelpunkt kurzzeitig in die Kalkscheune verlegte. Bei meiner Familie und meinen “Offline”-Freunden hatte ich mich vorsorglich für die nächsten Tage abgemeldet, um mich für ein paar Tage dem hemmunglosen Smartphonenutzen hinzugeben. Schließlich war ich hier umgeben von lauter Menschen, die überhaupt nichts dabei finden, wenn man in einem Gespräch mehrmals auf sein mobiles Endgerät linst und bei Veranstaltungen permanent twitter und facebook im Blick hat. So gesehen habe ich mich in den letzten Tagen extrem wohlgefühlt. Auf der anderen Seite fühlte ich mich schon ein wenig abgeschnitten von der Welt außerhalb meiner virtuellen sozialen Netzwerke.

Aber der Reihe nach:

Der Dienstag begann mit besagter HelferInnen-Einführung, die recht kurz ausfiel. Danach hieß es dann, 2 Stunden lang die Namensschilder von 2500 Gästen in Plastikhüllen zu friemeln. Danach hatte ich leichte Handschmerzen. Um 23 Uhr hiess es dann: Taschen packen. Das Ganze ging für mich bis halb eins, andere tapfere Seelen arbeiteten noch bis kurz nach ein Uhr nachts daran, dass am nächsten Tag alles für die zahlenden Gäste, Speaker und Journalisten bereit war.
Ich kann mich nicht daran erinnern, mich jemals so sehr über eine fettige Pizza nachts um 12 gefreut zu haben…

Am nächsten Morgen fand ich mich dann wieder im Friedrichsstadtpalast ein, um mein hübsches Helfershirt und das entscheidende lila Armband in Empfang zu nehmen, welches mir für die nächsten Tage die Grundversorgung an Cola, Kaffee und Brezn sicherte (Fotos davon gibt es, sobald mein Telefon aufhört rumzuzicken).
Danach dann die Session von und mit Jeff Jarvis, über die andere Menschen schon wahrlich genug geschrieben haben…
Anschließend dann arbeiten und später dann noch weitere spannende Sessions.

Der Donnerstag stand dann ganz im Zeichen der Arbeit. Meine Aufgaben gestalteten sich zum Glück aber sehr entspannt – Sponsorenbetreuung kann manchmal echt nett sein.

Der Freitag war dann mein persönlicher re:publica – Tag, an dem ich mir auch einige spannende Sessions ansehen konnte.
Trotzdem bleibt für mich der Eindruck, dass viele Diskussionen nicht wirklich in die Tiefe gingen oder nur kurz andiskutiert werden konnten. Von den Problemen, die im Chat zu bestimmten Veranstaltungen auftauchten, habe ich erst im Nachhinein durch die Berichterstattung erfahren. Außerordentlich irritiert, welch triggernde Wirkung feministische Themen immernoch haben. Zeigt meiner Meinung nach auch nur, welch weiten Weg wir da noch zu gehen haben…

Für mich war die re:publica in erster Linie ein Zusammentreffen von wieauchimmer netzaffinen Menschen – die ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung findet wohl eher am Rande solche Großveranstaltungen oder abseits davon statt. Leider habe ich es wegen Ermüdung nicht zum Treffen der “Girls on Websociety” – iniziert von der großartigen Mädchenmannschaft – geschafft – ein Umstand, der mich im Nachhinein verärgert. Aber man kann halt auch nicht alles mitnehmen und irgendwann siegt dann auch der Menschen-Overkill.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der re:campaign – aber davon dann morgen. oder so.

der Tag, an dem ich die Merkel tanzte…

heute morgen begann mein Tag ungewöhnlich früh (jedenfalls für meine Verhältnisse).

Bereits zur quasi-nachtschlafenden Zeit von 9 Uhr (war geplant, leider traf ich wegen des immer wieder akuten Berliner S-Bahn-fails erst um 9.30Uhr ein) traf man sich vor dem offiziellen Sitz der Kanzlerin, auch unter dem Namen Kanzleramt bekannt. “Man” waren in diesem Fall einige AktivistInnen, die unter dem Deckmantel von campact und ausgestrahlt gegen die am heutigen 21.01. beginnenden Sondierungsgespräche zwischen Atomlobby und Bundesregierung demonstrierten.
Geplant war von campacts Seite ein Tanz der 4 Kernenergieriesen e.on, vattenfall, rwe und EnBW mit der selbst ernannten “Klimakanzlerin” Angela Merkel. Mir viel in diesem reizenden Ballet eine ganz besondere Rolle zu: Bekleidet mit einer ungefähr paukengroßen Maske hatte ich die Ehre, die Merkel zu tanzen. Bei gefühlten minus 20 und realen minus 10 Grad keine leichte Aufgabe…
Sowohl die Presseresonanz als auch die Zahl der AktivistInnen, die es trotz der schon mehrmals erwähnten unfassbar kalten minus 10 Grad zum zugigen Platz vor dem Kanzlerinnenamt schafften, geben campact und der Aktion allerdings recht.
Und so komme ich heute zur zweifelhaften Ehre, sowohl in der 20 Uhr tagesschau als auch in der 19 Uhr Sendung von heute zu sehen zu sein.
Mal sehen, in welchen Printmedien ich mich morgen dann wiederfinden werde. Man darf gespannt sein.

Hier der link zur Tagesschau: http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts17186.html

Hier der link zu heute: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/951398/ZDF-heute-Sendung-vom-21-Januar-2010/

Fotos gibt es zum Beispiel hier.

Ich muss allerdings sagen, dass die Merkelmaske, so gut sie auf den Bildern auch wirkt, extrem unbequem zu tragen war. Man sieht nahezu nichts und kann sich kaum bewegen, da die Konstruktion äußerst wackelig ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zudem dann die recht kleine Bühne. Ich hatte ständig die recht irrationale Angst, vom Podest zu fallen, da ich meine eigenen Füsse nicht sah. Zudem konnte ich ohne helfende Hände nahezu keinen Schritt tun. Nach über einer halben Stunde war ich nervlich ziemlich durch und sehr froh, dass ich die Maske absetzen konnte und zuhause sowohl eine heiße Dusche als auch eine große Portion warmer Griesbrei auf mich warteten.

Listen, Listen, Listen

Es ist Jahresende und man liest wieder so viele best-of-Listen, top-tens und Jahresrückblicke. Da kann meine eigene Liste natürlich nicht fehlen.

Songs des Jahres:

Wie jedes Jahr fällt die Auswahl schwer. Allein schon die Frage, obs nun ein Liedchen aus diesem Jahr sein soll oder einfach das Lied, was mich dieses Jahr am penetrantesten begleitet hat. hm.

tja. ich kann mich nachhaltig nicht entscheiden, hier also eine subjektive Auswahl.

große liebe

große liebe, nummer 2

nochmal große liebe

Album des Jahres:

auch hier kein aktuelles. sondern still.no1 von slut

Konzert des Jahres:

editors im lka longhorn. ganz klar. editors.

hier ein Mitschnitt vom 01.12.2009. Leider vergesse ich immer, dass man die Handyvideos nicht drehen kann, also dreht mal schön eure Köpfe ^^


Konzertmoment des Jahres:

oh. das war sicher der Moment, als Maximo Park auf dem Taubertal-Festival “books from boxes” anstimmten und ich ein bißchen weinen musste. oder auch das laute Mitschreien von “smokers outside the hospital doors” der editors. hm.

bester Tag des Jahres:

oh. das ist leicht. Dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren ganz klar mein Geburtstag. Der war einfach perfekt dieses Jahr. Ich muss immernoch lächeln, wenn ich dran denke.

blödester Tag des Jahres:

ich glaube, der blödeste Tag war der Tag nach meiner Abschiedsparty. als ich total verkatert in die WG-Küche kam, dort alles dreckig war, ich packen musste und mich dann zu allem Überfluss noch mit meiner Mutter streiten musste. großes emo-tennis.

Erkenntnis des Jahres:

so wie jedes Jahr eigentlich: man sollte erst essen, dann trinken.

Und sonst so:

war n spannendes Jahr. Insgesamt 4 Mal umgezogen, einmal Arbeitssuche und zurück, die paar Wahlen, die dazwischen lagen, die Erkenntnis, dass man sich in 8 Monaten schon ziemlich gut in einer neuen Stadt einleben kann, endlich mal eine WG als “Ersatzfamilie” mit Mutti-Essen, wenn man es gerade braucht, sich an einen halbwegs regelmäßigen Tagesrhythmus gewöhnen, immernoch morgens noch schlecht gelaunt und unfähig, das erste Mal im Leben BahnComfort-Status erreicht, schöne Momente, traurige Momente, wie immer viele Tränen meinerseits, Hass auf den Schienenersatzverkehr nach Gmünd, Federball spielen im eigenen Zimmer, der perfekte Ausblick vom Balkon, Moos-Graffiti und Angela-Merkel-Anti-Stressball, abgestellter Strom, White Russian, Kicker spielen, die beste beste Freundin der ganzen Welt, Blonde Haare, Schwarze Haare, Grüne Haare, Schwarze Haare, zuviel Kaffee, Hamburg, Kopenhagen, Biberach, Maultaschen, haufenweise Schokolade, den perfekten Geburtstagkuchen, neue Brille, Ostern in der großen Stadt, immernoch verliebt in Berlin, wohnen im Wohnzimmer, Bewerbungsgespräche, zweieinhalb Stunden als Eisbär auf dem Alexanderplatz, Hunger, nein Appetit. Und das Jahr beginnt und endet irgendwie mit Crepes.

Und nun morgen nach Hause zu Mama und Papa. Ich freu mich.

Auf nach Kopenhagen

Im schönen Kopenhagen findet  vom 07- bis zum 18. Dezember die UN-Klimakonferenz statt. Die Regierungen der Länder der Welt treffen sich, um ein internationales Klimaschutzabkommen auszuhandeln. Dieses soll auf das Kyoto-Protokoll folgen, welches im Jahr 2012 auslaufen wird.

Im Vorfeld der Kopenhagen-Konferenz mehren sich die Zweifel, dass es gelingen wird, sich überhaupt auf verbindliche Ziele zur Treibhausgasminderung zu einigen.

Zahlreiche Umweltschutzorganisationen, NGOs und andere zivilgesellschaftliche Akteure werden im Vorfeld des Gipfels und vor Ort in Kopenhagen versuchen, mit Aktionen, Gegengipfeln und Demonstrationen öffentlichen Druck auf die Regierungen zu erzeugen.

Um nur einige Beispiele zu nennen:

Die Klimapiraten stechen mit zwei Schiffen von Greifswald aus in See, um über die Ostsee nach Kopenhagen zu schippern.

Die NGO-Szene hat für den 12. Dezember einen “global day of action” ausgerufen. AktivistInnen aus aller Herren Länder werden an diesem Tag in Koppenhagen erwartet. Weitere Informationen hierzu unter: http://12dec09.dk/content/english oder auf der Seite der Klimaallianz

Besonders ans Herz legen möchte ich der geneigten Leserschaft an dieser Stelle den Aufruf des BUND. Wer live und in Farbe in Kopenhagen vor Ort sein möchte, melde sich bei mir oder konsultiere die Bus-Börse des BUND.

Wir sehen uns in Kopenhagen!

DSC00607

Stadthalle, Biberach

Hier wieder ein Beitrag in der unregelmäßigen Reihe “Ich fotografiere mich selbst in Toilettenspiegeln”. Lokalität diesmal: Stadthalle Biberach

hübsche blaue Kacheln, was?

Rückblick

Am Montag durfte ich ja 5 1/2 Stunden im Zug sitzen. Viel Zeit, die ich nicht nur dazu genutzt habe, traurige Musik zu hören und Playlists zusammenzustellen, sondern auch, um Fotos auszuwählen und zu sortieren.

Tourenplanung

Tourenplanung

WUMS

WUMS

mit viel Geduld und Spucke

mit viel Geduld und Spucke

Materialschlacht

Materialschlacht

moderne Kommunikationsformen in der Praxis

moderne Kommunikationsformen in der Praxis

"zuhause" in den letzten acht Monaten

"zuhause" in den letzten acht Monaten

ohne weitere Worte

ohne weitere Worte

Zwischen Kisten und Koffern…

sitz ich grad und versuche, die vergangenen 8 Monate so zu verpacken, dass ich sie zum Zug tragen kann. Faszinierend, was sich in so einer kurzen Zeit so alles ansammeln kann. Ich muss ganz schön viel eingekauft haben.^^

Nicht zu vergessen natürlich die ganzen Sachen, die ich auf dem Sperrmüll “gefunden” habe und durch Wind und Wetter nach Hause trug.

Nun packe ich also mal wieder mein Leben in Taschen. Und wie immer bin ich unfassbar sentimental. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Zeit hier hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich hier unten bei den Schwaben so wohl fühlen würde. Am Anfang war ich echt skeptisch – aber das hat sich zum Glück schnell gegeben.

Ich bin immernoch dabei, dass alles zu sortieren und die ganzen Erfahrungen und Eindrücke und was auch noch immer alles irgendwie klar zu bekommen. Wenn ich damit weiter gekommen bin, gibts hier auch sicher mal ein best of “bescheuerte Annekdoten” bzw. Eva erzählt einen vom Pferd.

Jetzt packe ich aber erstmal meinen PC ein und versuche, nicht so viel nachzudenken und mich einfach nur in den Zug zu setzen, der mich zurück in die große Stadt bringt. Ich glaube zwar nicht, dass mir das mit dem nicht nachdenken auch nur für 2 Minuten gelingt, aber den Versuch ist es auf jeden Fall wert. Darauf eine Zigarette.

DANKE!

Ich bin dann mal weg

Ich bin dann mal weg

Drei-Tage-Wach

Wer den Grünen eine Frage stellen will, der sei hiermit herzlich dazu aufgefordert. Die sind nämlich seit gestern um 18 Uhr Drei-Tage-Wach
Im dazugehörigen Livestream kann man Grünen Menschen bei der Arbeit zusehen und zahlreiche Gäste bewundern. Was meint ihr dazu? Lustig? Überflüssig? Oder einfach nur ne nette Idee?