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Tomorrow in a Year
Am vergangenen Samstag war ich mit frl.krautwurst für ca 24 Stunden in Münster um mir die großartige Oper “tomorrow in a year” anzusehen. Die Musik hierzu stammt von einer meiner absoluten Lieblingsbands, the knife. Das Frollein hat einen Erfahrungsbericht dazu verfasst, den ich euch hiermit ans Herz legen möchte.
Für das Frollein war es zudem der erste Besuch in Münster. Perfektes Sommerwetter, die Krautwurst und ich. Soweit so gut. Vor dem Stadttheater Münster eine Ansammlung von Menschen, die einem der zahlreichen Modeblogs dieser Welt hätten entsprungen sein können. Kleine Mädchen, sorgsam aufgebrezelt und schwindsüchtig anmutende Jungs (ich kann sie einfach nicht Männer nennen) in skinny jeans und mit dem obligatorischen DJ-Bag.
Dann die “Oper”. Die Handlung verstand ich auch nach mehrmaligem lesen der “Packungsbeilage” nicht wirklich. Ist aber auch egal. 1,5 Stunden intensives Erlebnis. Danach wieder in die Wirklichkeit zurück. Ein sommerlich erhelltes, schwül-warmes Münster, was nach 1,5 Stunden Dunkelheit unwirklich wirkt. Ein fettiges Abendessen (Döner macht schöner) und stundenlanges Parksitzen. Danach die Feststellung, eigentlich noch gar nicht schlafen gehen zu wollen. Also eine Stadtführung in der münsteraner Dunkelheit von 12 bis 2. Großartig.
Es gibt Kuchen.
…oder besser gesagt, es gab eine Torte. Selbstgebacken. Von mir.
Optisch sogar ganz gut gelungen, wenn man bedenkt, dass ich weder Schneebesen noch Pinsel zur Verfügung hatte. Und geschmeckt hat sie auch. Der Empfänger der Torte hat auf jeden Fall gleich 3 Stücke zum Frühstück verspeist.
Hier ein verwackeltes Bild (irgendwie ist die Kamera in meinem neuen Handy nicht so dolle wie die im alten…wahrscheinlich möchten sie gerne, dass man sich auch noch eine Digital-Kamera kauft *mutmaß*)
Und hier noch mal ein Bild mit Inhalt (gibts hier ja sowieso viel zu selten)
Und falls sich jetzt noch jemand für die genaue Zusammensetzung des Meisterwerkes interessiert: Der Boden ist ein durchteilter Biskuitt, die Füllung besteht aus einer gefreestylten Mischung aus geschlagener Sahne, Joghurt, Mandelspalten und Dosenobst, garniert ist das ganze mit einer Schicht aus Zartbitterkuvertüre-Sahne-Gemisch und bunten Zuckerstreuseln.
Netzwerktreffen 2010
Mein Wochenende verbrachte ich im Nirgendwo in der Nähe von Hannover, in Mitten von tief-verschneiter Landschaft, in einem Tagungshaus mit veganer Verköstigung, Musikzimmer und Eiszapfen an den Fenstern. Anlass für die Reise ins winterliche Wunderland war das alljährliche Treffen des Zukunftspilotennetzwerkes, auch besser bekannt als “die Illuminaten der Umweltbewegung“, dem ich angehöre.
So wie jedes Jahr traf sich eine illustre Runde von Menschen zwischen 35 und 22 (grob geschätzt), um gemeinsam zu diskutieren, neue und aktuelle Projekte vorzustellen, spazieren zu gehen und zu feiern.
Neben vielen spannenden, bereichernden und manchmal auch arg anstrengenden Gesprächen ist mir vorallem der Spaziergang durch den Schnee in Erinnerung geblieben. Irgendwann stand ich tatsächlich mal bis zum Oberschenkel in einer Schneeverwehung. Sehr schön. Zumal sich die Horrorvorhersagen in Sachen Schneesturm nun merkwürdigerweise nicht bewahrheitet haben. Aber gut, hauptsache, mal ordentlich hysterisch gewesen….
Leider sind meine Fotos alle nicht so hübsch geworden. Irgendwie kann ich noch nicht so gut mit der neuen Handycamera umgehen. Ich hoffe jetzt einfach mal auf andere Zupis, die mehr Geschick mit der Camera haben.
Einige Fotos von Wiebke gibt es jedenfalls hier zu sehen. Weitere Fotolinks reiche ich dann gerne nach.
Wie man sieht, gab es für mich endlich die erste Schlittenfahrt des Winters…
Ansonsten ist hier grad nicht so viel los auf diesem Blog, was vorallem daran liegt, dass ich irgendwie gerade nicht weiß, worüber ich bloggen sollte bzw. das in meinem Leben zur Zeit recht wenig bloggenswertes passiert. Aber, wir sind ja Optimisten, das ändert sich bestimmt bald.
nachtrag.
normalerweise gibt es hier ja gerne mal fotos im kontext öffentlicher toiletten zu sehen. die kacheln im badezimmer der eltern kann ich trotzdem nicht vorenthalten….nebenbei sieht man auch mein weihnachtsoutfit…
da die fotos vor der Bescherung entstanden, sind sie logischerweise auch noch mit dem alten Handy geschossen. Sobald ich das Neue fertig konfiguriert und verstanden habe und nicht mehr ständig versehendlich Leute anrufe, benutze ich dann auch mal mein neues Lieblingsspielzeug…
Weihnachten.
So. Weihnachten ist vorbei. Ab heute kann der geneigte Mensch Feuerwerkskörper käuflich erwerben. Hier noch ein paar Impressionen live aus dem elterlichen Wohnzimmer:
“Schöner” Weihnachtsmoment: Bruder, Mutter und Vater irren im den Baum herum, versuchen ihn aufzustellen, Baum fällt um und begräbt Vater halb unter sich.
seitdem die Familie am Heiligen Abend immer Fondue zu sich nimmt, gibt es kaum noch Streit…
Ja. Das sind echte Kerzen.
Diese Krippe bastelten der Bruder und ich unter Aufsicht der Mutter vor ca. 20 Jahren. Ich fürchte, meine Fähigkeiten haben seitdem eher noch abgenommen. Jedenfalls gehört die selbstgemachte Krippe zu Weihnachten, genauso wie die kleine gelbe Ente an den Baum.
Und sonst so?
Der Weihnachtsmann war sehr spendabel und hat mir unter anderem ein neues Proll-Handy unterm Baum gelassen. Jetzt kann ich noch mehr online sein als vorher…
Frohes Fest
Ich wünsche ein Frohes Fest, einen schönen und geraden Baum, leckeres Essen, möglichst wenig Familienstreitigkeiten, keine nervigen Großeltern und andere Verwandte, einen möglichst niedrigen Anteil von hässlichen Geschenken unter dem Baum und natürlich Weltfrieden!
P.S. Der Comic-Strip stammt übrigens aus dem Hause www.xkcd.com
Listen, Listen, Listen
Es ist Jahresende und man liest wieder so viele best-of-Listen, top-tens und Jahresrückblicke. Da kann meine eigene Liste natürlich nicht fehlen.
Songs des Jahres:
Wie jedes Jahr fällt die Auswahl schwer. Allein schon die Frage, obs nun ein Liedchen aus diesem Jahr sein soll oder einfach das Lied, was mich dieses Jahr am penetrantesten begleitet hat. hm.
tja. ich kann mich nachhaltig nicht entscheiden, hier also eine subjektive Auswahl.
Album des Jahres:
auch hier kein aktuelles. sondern still.no1 von slut
Konzert des Jahres:
editors im lka longhorn. ganz klar. editors.
hier ein Mitschnitt vom 01.12.2009. Leider vergesse ich immer, dass man die Handyvideos nicht drehen kann, also dreht mal schön eure Köpfe ^^
Konzertmoment des Jahres:
oh. das war sicher der Moment, als Maximo Park auf dem Taubertal-Festival “books from boxes” anstimmten und ich ein bißchen weinen musste. oder auch das laute Mitschreien von “smokers outside the hospital doors” der editors. hm.
bester Tag des Jahres:
oh. das ist leicht. Dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren ganz klar mein Geburtstag. Der war einfach perfekt dieses Jahr. Ich muss immernoch lächeln, wenn ich dran denke.
blödester Tag des Jahres:
ich glaube, der blödeste Tag war der Tag nach meiner Abschiedsparty. als ich total verkatert in die WG-Küche kam, dort alles dreckig war, ich packen musste und mich dann zu allem Überfluss noch mit meiner Mutter streiten musste. großes emo-tennis.
Erkenntnis des Jahres:
so wie jedes Jahr eigentlich: man sollte erst essen, dann trinken.
Und sonst so:
war n spannendes Jahr. Insgesamt 4 Mal umgezogen, einmal Arbeitssuche und zurück, die paar Wahlen, die dazwischen lagen, die Erkenntnis, dass man sich in 8 Monaten schon ziemlich gut in einer neuen Stadt einleben kann, endlich mal eine WG als “Ersatzfamilie” mit Mutti-Essen, wenn man es gerade braucht, sich an einen halbwegs regelmäßigen Tagesrhythmus gewöhnen, immernoch morgens noch schlecht gelaunt und unfähig, das erste Mal im Leben BahnComfort-Status erreicht, schöne Momente, traurige Momente, wie immer viele Tränen meinerseits, Hass auf den Schienenersatzverkehr nach Gmünd, Federball spielen im eigenen Zimmer, der perfekte Ausblick vom Balkon, Moos-Graffiti und Angela-Merkel-Anti-Stressball, abgestellter Strom, White Russian, Kicker spielen, die beste beste Freundin der ganzen Welt, Blonde Haare, Schwarze Haare, Grüne Haare, Schwarze Haare, zuviel Kaffee, Hamburg, Kopenhagen, Biberach, Maultaschen, haufenweise Schokolade, den perfekten Geburtstagkuchen, neue Brille, Ostern in der großen Stadt, immernoch verliebt in Berlin, wohnen im Wohnzimmer, Bewerbungsgespräche, zweieinhalb Stunden als Eisbär auf dem Alexanderplatz, Hunger, nein Appetit. Und das Jahr beginnt und endet irgendwie mit Crepes.
Und nun morgen nach Hause zu Mama und Papa. Ich freu mich.
Schwarzes Café, Berlin-Charlottenburg
In der in ihrer Unregelmäßigkeit doch recht regelmäßigen Reihe “Ich fotografiere mich selbst in den Toilettenräumen der von mir besuchten Lokalitäten” (oder so ähnlich) heute ein Klassiker des (West)Berliner Nachtlebens: Das Schwarze Café in der Kantstraße, welche wiederrum in Charlottenburg, also tief im Berliner Westen zu finden ist. Es kommt ja selten genug vor, dass ich mich in diese Gegenden verirre, aber das Schwarze Café ist, wie generell die Ecke am Savignyplatz, die weite Anreise aus Friedrichshain wert. Das besondere: Das Café hat 24 Stunden lang geöffnet und schließt lediglich am Dienstag für ein paar Stunden. Man kann also Rund um die Uhr frühstücken, Kaffee trinken, Longdrinks schlürfen oder “was richtiges” essen. Die Preise sind für eine Kneipe schon im oberen Schnitt, aber das Schwarze Kaffee ist und bleibt einfach kult. Tip: Man bestelle dort den warmen Apfelstrudel oder den Kaiserschmarrn.




















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