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Archive for the ‘Impressionen’ Category

Die Wahrheit über Stuttgart21

seht selbst….

Kopfbahnhof

so siehts nämlich aus.

Gefunden habe ich diesen Flyer nachts an einer Stuttgarter U-Bahn-Station. Am nächsten Morgen war er komischerweise nicht mehr da.

Was in Stuttgart gerade an Protest abgeht, hat man im Schwabenland wohl auch schon länger nicht mehr erlebt.
Interessierte schauen am besten hier oder auch hier oder auch da oder geben bei twitter das hashtag #s21 ein.

Lebensweisheiten

Mein Vater sagt immer: “Was man über zwischenmenschliche Beziehungen fürs Leben gelernt haben muss, lernt man im Kindergarten, danach kommen nur noch die Feinheiten”

Schlauer Mann, mein Vater.Gesicht

4 Tage Kalkscheune oder re:publica10

Von Dienstag bis Samstag Abend verbrachte ich sehr viel Zeit zwischen Kalkscheune und Friedrichsstadtpalast. Meine erste re:publica – und das gleich noch als ehrenamtliche Helferin.

Das Abendteuer begann am Dienstagabend, als ich mich zum offiziellen HelferInnentreffen in der Kalkscheune einfand.
Was folgte waren 4 Tage und Nächte, in denen ich viel zu wenig schlief, mich überwiegend von ColaLight und Brezeln ernährte und meinen Lebensmittelpunkt kurzzeitig in die Kalkscheune verlegte. Bei meiner Familie und meinen “Offline”-Freunden hatte ich mich vorsorglich für die nächsten Tage abgemeldet, um mich für ein paar Tage dem hemmunglosen Smartphonenutzen hinzugeben. Schließlich war ich hier umgeben von lauter Menschen, die überhaupt nichts dabei finden, wenn man in einem Gespräch mehrmals auf sein mobiles Endgerät linst und bei Veranstaltungen permanent twitter und facebook im Blick hat. So gesehen habe ich mich in den letzten Tagen extrem wohlgefühlt. Auf der anderen Seite fühlte ich mich schon ein wenig abgeschnitten von der Welt außerhalb meiner virtuellen sozialen Netzwerke.

Aber der Reihe nach:

Der Dienstag begann mit besagter HelferInnen-Einführung, die recht kurz ausfiel. Danach hieß es dann, 2 Stunden lang die Namensschilder von 2500 Gästen in Plastikhüllen zu friemeln. Danach hatte ich leichte Handschmerzen. Um 23 Uhr hiess es dann: Taschen packen. Das Ganze ging für mich bis halb eins, andere tapfere Seelen arbeiteten noch bis kurz nach ein Uhr nachts daran, dass am nächsten Tag alles für die zahlenden Gäste, Speaker und Journalisten bereit war.
Ich kann mich nicht daran erinnern, mich jemals so sehr über eine fettige Pizza nachts um 12 gefreut zu haben…

Am nächsten Morgen fand ich mich dann wieder im Friedrichsstadtpalast ein, um mein hübsches Helfershirt und das entscheidende lila Armband in Empfang zu nehmen, welches mir für die nächsten Tage die Grundversorgung an Cola, Kaffee und Brezn sicherte (Fotos davon gibt es, sobald mein Telefon aufhört rumzuzicken).
Danach dann die Session von und mit Jeff Jarvis, über die andere Menschen schon wahrlich genug geschrieben haben…
Anschließend dann arbeiten und später dann noch weitere spannende Sessions.

Der Donnerstag stand dann ganz im Zeichen der Arbeit. Meine Aufgaben gestalteten sich zum Glück aber sehr entspannt – Sponsorenbetreuung kann manchmal echt nett sein.

Der Freitag war dann mein persönlicher re:publica – Tag, an dem ich mir auch einige spannende Sessions ansehen konnte.
Trotzdem bleibt für mich der Eindruck, dass viele Diskussionen nicht wirklich in die Tiefe gingen oder nur kurz andiskutiert werden konnten. Von den Problemen, die im Chat zu bestimmten Veranstaltungen auftauchten, habe ich erst im Nachhinein durch die Berichterstattung erfahren. Außerordentlich irritiert, welch triggernde Wirkung feministische Themen immernoch haben. Zeigt meiner Meinung nach auch nur, welch weiten Weg wir da noch zu gehen haben…

Für mich war die re:publica in erster Linie ein Zusammentreffen von wieauchimmer netzaffinen Menschen – die ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung findet wohl eher am Rande solche Großveranstaltungen oder abseits davon statt. Leider habe ich es wegen Ermüdung nicht zum Treffen der “Girls on Websociety” – iniziert von der großartigen Mädchenmannschaft – geschafft – ein Umstand, der mich im Nachhinein verärgert. Aber man kann halt auch nicht alles mitnehmen und irgendwann siegt dann auch der Menschen-Overkill.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der re:campaign – aber davon dann morgen. oder so.

Netzwelt trifft Politikwelt und man redet drüber

Politcamp, zweiter Streich

Gerade eben ging es zuende, das (wie ich gestern von @meselfandi lernen durfte) zweite Politcamp in Berlin.

Was bleibt davon – mal abgesehen von den fiesen Kopfschmerzen, die mich dank schummriger Kellerkindbeleuchtung in der großen Halle plagen?

Da muss man wohl zwei Sachen voneinander trennen: Wie war das PolitCamp auf der persönlichen Ebene und was ist auf inhaltlicher Ebene hängen geblieben?

1. Das Politcamp und ich

Spätestens am Nachmittag des heutigen zweiten Tages stellte sich eine Familien- bis Kindergartenatmosphäre ein. Getrieben durch Schlafmangel, schlechte Luft und akuter Überinformation wurden die Gespräche immer alberner und lustiger. Man unterhält sich via Twitter über die schwindenden Bananenvorräte, befreundet sich wie wild auf Facebook und die Witze wurden immer skuriler. Für große Erheitung sorgten die wilden Diskussion bzw Zwischen”rufe” auf der Twitterwall – hier nachzulesen.
Sowas mag ich, sowas tue ich mir auch gerne öfter an.
Ansonsten, Hände schütteln, neue Kontakte knüpfen, die Gesichter hinter dem Twitteraccount kennenlernen.
Fazit zu diesem Teil: Ich würde es sofort wieder tun. Und nächstes Mal bring ich auch mehr von den Bananen mit.

2. Die inhaltliche Diskussion

Inhaltlich hat sich die Befürchtung von gestern heute bewahrheitet. Es wurde zwar viel diskutiert und geredet auf den Veranstaltungen in der Halle, aber die wirklich kniffligen Fragen wurden von den Politikern (argh – wie ich solche Verallgemeinerungen hasse) nur ausweichend beantwortet.

Zudem verfestigt sich nach dem Wochenende mehr und mehr der Eindruck, dass Politik und Netzwelt auf zwei vollkommen verschiedenen Ebenen diskutuieren. Die einen reden über technische Möglichkeiten, Programme und Tools und die anderen versuchen noch immer, ihren Fraktionskollegen zu erklären, was eine email ist – um es mal überspitzt zu formulieren.
Ich kann mich an dieser Stelle nur @franziskaheine anschliessen, die betont hat, dass zwar ein Prozess ins Rollen gekommen sei, – gerade im Bezug auf die Entwicklungen in der Netzsperrendebatte – dieser aber nun am Leben erhalten und tatsächlich mit Taten unterfüttert werden muss. Hier bin ich gespannt, ob es den “Netzspezialisten” innerhalb der Parteien gelingen wird, die entscheidenden Akzente zu setzen.

Zum PolitCamp selbst:

Ich war noch nie auf einem BarCamp – aber von meinem Gefühl her war das PolitCamp ein stinknormaler Kongress, zu dem man sowohl Politiker als auch “Experten” des jeweiligen Themengebietes einlädt. Sicher, es gab zwar die Möglichkeit, spontan eigene Sessions anzubieten, aber die Mischung zwischen dieser Selbstbestimmung und den geplanten Foren hat meiner Meinung nach nicht gut funktioniert. Vielleicht kann man da beim nächsten Mal noch etwas am Konzept feilen?

Die Berichterstattung auf den wichtigsten Nachrichtenhomepages ist diesmal ziemlich prominent ausgefallen – Liegt das am Mangel interessanter Alternativen? Oder an der Anwesenheit der politischen Prominenz? Oder sind Netzthemen mittlerweile im mainstream angekommen?

Berichte finden sich zum Beispiel bei

Spiegel Online oder bei heise online

interessante Blogbeiträge reiche ich gerne im Laufe der nächsten Tage nach.

Das Web 2.0 und ich

Politcamp, Tag eins

Wie einige Menschen vielleicht mitbekommen haben, findet dieses Wochenende in Berlin das zehnte zweite Politcamp statt. Laut Homepage soll hier ein Rahmen geschaffen werden, in dem “überparteilich und konstruktiv über netzpolitische Themen” diskutiert werden kann. Auf der Tagesordnung stehen also “Sessions” beispielsweise zu den Themen Onlinepartizipation, Netzsperren oder Onlinewahlkampf.

Interessant ist auch, dass die Veranstaltung den Charakter eines “BarCamps” haben soll, was meiner Meinung nach bestenfalls teilweise zutrifft.
Das spannende am Konzept “BarCamp” ist eigentlich, dass Form und Inhalt der Veranstaltungen von den Teilnehmenden bestimmt und geleitet wird. Die einzelnen “Sessions” werden am Tag des Barcamps von den Anbietern vorgestellt und das Plenum entscheidet dann, welche Sessions stattfinden können. Beim PolitCamp ist dies nur eingeschränkt gegeben. So werden zwar eine Reihe von Sessions tatsächlich am morgen vom Plenum bestimmt, bestimmte Veranstaltungen sind aber von vorherein gesetzt. Dies mag aus Sicht der Veranstalter Sinn machen, da man so auch prominentere Politiker, wie zum Beispiel Familienminsterin Schröder, einladen kann und den Ablauf planbarer macht. Auf der anderen Seite widerspricht so ein Ansatz dem Konzept des BarCamps völlig.

Mein Fazit nach dem ersten Tag:

Die Qualität der angebotenen Sessions variiert sehr stark und steht und fällt mit den ReferentInnen, aber auch mit den Gästen, die auf dem Podium sitzen. Ich finde es schade, dass man von den VertreterInnen der politischen Parteien nicht viel mehr hört als die übliche Wahlkampfrethorik.
Es war schon fast witzig anzusehen, wie Frau Köhler Schröder oder Burkhard Müller-Sönksen von der FDP versuchten, sich bei der Netzgemeinde einzuschleimen und dabei gerne haarscharf an den richtigen Formulierungen vorbeischlidderten.

Sehr amüsant war in diesem Zusammenhang die Twitterwall, welche leicht zeitversetzt an eine Leinwand hinter dem Podium gebeamt wurde und auf der das Gesprochene sofort kommentiert wurde. So konnte ich also meine eigenen Tweets bzw Kommentare auf der großen Leinwand lesen.

Fazit Tag 1: Inhaltlich eher mau, aber das “Drumherum” macht vieles wett. Es ist fasznierend, den Menschen, die man sonst nur von twitter oder facebook kennt, nun auch “im reallife” gegenüber zu stehen und normal mit ihnen zu reden. Da können Sätze wie “Wir folgen uns” eine ganz neue Bedeutung bekommen…Zum Kontakte knüpfen bzw zum Auffrischen eben dieser ist das PolitCamp super und die Redebeiträge mancher Politiker bieten genug Möglichkeiten zu Hohn und Spott in der geselligen Runde.

Außerdem finde ich es spannend zu sehen, welche Bedeutung ein Smartphone und das Nutzen verschiedener Kommunikationsformen in der Netzwelt haben. Fast jeder hat hier einen Mac, ein schickes Internethandy und benutzt twitter und diverese andere Kommunikationsmedien mit großer Selbstverständlichkeit.

Was allerdings noch stark verbesserungswürdig ist: Die Verpflegung im Radialsystem, welches als Veranstaltungsort sonst super ist. Aber so schlechte Brezeln für 1,50 Euro habe ich zuletzt in den Zügen der DB AG gegessen -und das will echt was heißen.

der Tag, an dem ich die Merkel tanzte…

heute morgen begann mein Tag ungewöhnlich früh (jedenfalls für meine Verhältnisse).

Bereits zur quasi-nachtschlafenden Zeit von 9 Uhr (war geplant, leider traf ich wegen des immer wieder akuten Berliner S-Bahn-fails erst um 9.30Uhr ein) traf man sich vor dem offiziellen Sitz der Kanzlerin, auch unter dem Namen Kanzleramt bekannt. “Man” waren in diesem Fall einige AktivistInnen, die unter dem Deckmantel von campact und ausgestrahlt gegen die am heutigen 21.01. beginnenden Sondierungsgespräche zwischen Atomlobby und Bundesregierung demonstrierten.
Geplant war von campacts Seite ein Tanz der 4 Kernenergieriesen e.on, vattenfall, rwe und EnBW mit der selbst ernannten “Klimakanzlerin” Angela Merkel. Mir viel in diesem reizenden Ballet eine ganz besondere Rolle zu: Bekleidet mit einer ungefähr paukengroßen Maske hatte ich die Ehre, die Merkel zu tanzen. Bei gefühlten minus 20 und realen minus 10 Grad keine leichte Aufgabe…
Sowohl die Presseresonanz als auch die Zahl der AktivistInnen, die es trotz der schon mehrmals erwähnten unfassbar kalten minus 10 Grad zum zugigen Platz vor dem Kanzlerinnenamt schafften, geben campact und der Aktion allerdings recht.
Und so komme ich heute zur zweifelhaften Ehre, sowohl in der 20 Uhr tagesschau als auch in der 19 Uhr Sendung von heute zu sehen zu sein.
Mal sehen, in welchen Printmedien ich mich morgen dann wiederfinden werde. Man darf gespannt sein.

Hier der link zur Tagesschau: http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts17186.html

Hier der link zu heute: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/951398/ZDF-heute-Sendung-vom-21-Januar-2010/

Fotos gibt es zum Beispiel hier.

Ich muss allerdings sagen, dass die Merkelmaske, so gut sie auf den Bildern auch wirkt, extrem unbequem zu tragen war. Man sieht nahezu nichts und kann sich kaum bewegen, da die Konstruktion äußerst wackelig ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zudem dann die recht kleine Bühne. Ich hatte ständig die recht irrationale Angst, vom Podest zu fallen, da ich meine eigenen Füsse nicht sah. Zudem konnte ich ohne helfende Hände nahezu keinen Schritt tun. Nach über einer halben Stunde war ich nervlich ziemlich durch und sehr froh, dass ich die Maske absetzen konnte und zuhause sowohl eine heiße Dusche als auch eine große Portion warmer Griesbrei auf mich warteten.

Netzwerktreffen 2010

Mein Wochenende verbrachte ich im Nirgendwo in der Nähe von Hannover, in Mitten von tief-verschneiter Landschaft, in einem Tagungshaus mit veganer Verköstigung, Musikzimmer und Eiszapfen an den Fenstern. Anlass für die Reise ins winterliche Wunderland war das alljährliche Treffen des Zukunftspilotennetzwerkes, auch besser bekannt als “die Illuminaten der Umweltbewegung“, dem ich angehöre.
So wie jedes Jahr traf sich eine illustre Runde von Menschen zwischen 35 und 22 (grob geschätzt), um gemeinsam zu diskutieren, neue und aktuelle Projekte vorzustellen, spazieren zu gehen und zu feiern.
Neben vielen spannenden, bereichernden und manchmal auch arg anstrengenden Gesprächen ist mir vorallem der Spaziergang durch den Schnee in Erinnerung geblieben. Irgendwann stand ich tatsächlich mal bis zum Oberschenkel in einer Schneeverwehung. Sehr schön. Zumal sich die Horrorvorhersagen in Sachen Schneesturm nun merkwürdigerweise nicht bewahrheitet haben. Aber gut, hauptsache, mal ordentlich hysterisch gewesen….

Leider sind meine Fotos alle nicht so hübsch geworden. Irgendwie kann ich noch nicht so gut mit der neuen Handycamera umgehen. Ich hoffe jetzt einfach mal auf andere Zupis, die mehr Geschick mit der Camera haben.
Einige Fotos von Wiebke gibt es jedenfalls hier zu sehen. Weitere Fotolinks reiche ich dann gerne nach.
Wie man sieht, gab es für mich endlich die erste Schlittenfahrt des Winters…

Ansonsten ist hier grad nicht so viel los auf diesem Blog, was vorallem daran liegt, dass ich irgendwie gerade nicht weiß, worüber ich bloggen sollte bzw. das in meinem Leben zur Zeit recht wenig bloggenswertes passiert. Aber, wir sind ja Optimisten, das ändert sich bestimmt bald.

Weihnachten.

So. Weihnachten ist vorbei. Ab heute kann der geneigte Mensch Feuerwerkskörper käuflich erwerben. Hier noch ein paar Impressionen live aus dem elterlichen Wohnzimmer:

der Baum im elterlichen Wohnzimmer

der Baum im elterlichen Wohnzimmer

“Schöner” Weihnachtsmoment: Bruder, Mutter und Vater irren im den Baum herum, versuchen ihn aufzustellen, Baum fällt um und begräbt Vater halb unter sich.

nur ein ganz kleines bißchen opulent

nur ein ganz kleines bißchen opulent

seitdem die Familie am Heiligen Abend immer Fondue zu sich nimmt, gibt es kaum noch Streit…

Baum mit Kerzen

Baum mit Kerzen

Ja. Das sind echte Kerzen.

Vor ca. 20 Jahren selbstgemacht

Vor ca. 20 Jahren selbstgemacht

Diese Krippe bastelten der Bruder und ich unter Aufsicht der Mutter vor ca. 20 Jahren. Ich fürchte, meine Fähigkeiten haben seitdem eher noch abgenommen. Jedenfalls gehört die selbstgemachte Krippe zu Weihnachten, genauso wie die kleine gelbe Ente an den Baum.

Und sonst so?
Der Weihnachtsmann war sehr spendabel und hat mir unter anderem ein neues Proll-Handy unterm Baum gelassen. Jetzt kann ich noch mehr online sein als vorher…

Listen, Listen, Listen

Es ist Jahresende und man liest wieder so viele best-of-Listen, top-tens und Jahresrückblicke. Da kann meine eigene Liste natürlich nicht fehlen.

Songs des Jahres:

Wie jedes Jahr fällt die Auswahl schwer. Allein schon die Frage, obs nun ein Liedchen aus diesem Jahr sein soll oder einfach das Lied, was mich dieses Jahr am penetrantesten begleitet hat. hm.

tja. ich kann mich nachhaltig nicht entscheiden, hier also eine subjektive Auswahl.

große liebe

große liebe, nummer 2

nochmal große liebe

Album des Jahres:

auch hier kein aktuelles. sondern still.no1 von slut

Konzert des Jahres:

editors im lka longhorn. ganz klar. editors.

hier ein Mitschnitt vom 01.12.2009. Leider vergesse ich immer, dass man die Handyvideos nicht drehen kann, also dreht mal schön eure Köpfe ^^


Konzertmoment des Jahres:

oh. das war sicher der Moment, als Maximo Park auf dem Taubertal-Festival “books from boxes” anstimmten und ich ein bißchen weinen musste. oder auch das laute Mitschreien von “smokers outside the hospital doors” der editors. hm.

bester Tag des Jahres:

oh. das ist leicht. Dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren ganz klar mein Geburtstag. Der war einfach perfekt dieses Jahr. Ich muss immernoch lächeln, wenn ich dran denke.

blödester Tag des Jahres:

ich glaube, der blödeste Tag war der Tag nach meiner Abschiedsparty. als ich total verkatert in die WG-Küche kam, dort alles dreckig war, ich packen musste und mich dann zu allem Überfluss noch mit meiner Mutter streiten musste. großes emo-tennis.

Erkenntnis des Jahres:

so wie jedes Jahr eigentlich: man sollte erst essen, dann trinken.

Und sonst so:

war n spannendes Jahr. Insgesamt 4 Mal umgezogen, einmal Arbeitssuche und zurück, die paar Wahlen, die dazwischen lagen, die Erkenntnis, dass man sich in 8 Monaten schon ziemlich gut in einer neuen Stadt einleben kann, endlich mal eine WG als “Ersatzfamilie” mit Mutti-Essen, wenn man es gerade braucht, sich an einen halbwegs regelmäßigen Tagesrhythmus gewöhnen, immernoch morgens noch schlecht gelaunt und unfähig, das erste Mal im Leben BahnComfort-Status erreicht, schöne Momente, traurige Momente, wie immer viele Tränen meinerseits, Hass auf den Schienenersatzverkehr nach Gmünd, Federball spielen im eigenen Zimmer, der perfekte Ausblick vom Balkon, Moos-Graffiti und Angela-Merkel-Anti-Stressball, abgestellter Strom, White Russian, Kicker spielen, die beste beste Freundin der ganzen Welt, Blonde Haare, Schwarze Haare, Grüne Haare, Schwarze Haare, zuviel Kaffee, Hamburg, Kopenhagen, Biberach, Maultaschen, haufenweise Schokolade, den perfekten Geburtstagkuchen, neue Brille, Ostern in der großen Stadt, immernoch verliebt in Berlin, wohnen im Wohnzimmer, Bewerbungsgespräche, zweieinhalb Stunden als Eisbär auf dem Alexanderplatz, Hunger, nein Appetit. Und das Jahr beginnt und endet irgendwie mit Crepes.

Und nun morgen nach Hause zu Mama und Papa. Ich freu mich.

An den Landungsbrücken raus…

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Hamburger Hafen im Winter.